1. Oster-LG SaarbrŘcken

1. Osterlehrgang

mit Hans K├Ârner, Julian Chees und Detlef Kr├╝ger

vom 19. bis zum 21 April 2014 in Saarbr├╝cken

 

Zum Ostereier suchen haben wir, Karin und ich, nicht mehr so ganz das richtige Alter, und das Lamm, welches wir nicht essen wollten, erfreut sich hoffentlich noch bester Gesundheit, die Riten des heidnischen Fruchtbarkeitsfestes sagen uns auch nichts mehr und zur ÔÇ×modernen“ Auslegung  habe ich bisher noch keinen Zugang gefunden.
So bleibt die Frage: Was tun, an Ostern?

Ein Blick in die Lehrgangsliste lie├č Hoffnung aufkommen, vom 19. bis zum 21. April, also Ostersamstag,, -Sonntag und -Montag, war ein Lehrgang in Saarbr├╝cken angesagt,
der 1. Oster-Lehrgang mit Hans K├Ârner, 6. Dan, Julian Chees, 5. Dan und Detlef Kr├╝ger, ebenfalls 5. Dan.

Ausrichter des Lehrganges war das D├┤j├┤ Shotokan Karate Mandelbachtal, mit Ahmet S├Ânmez an der Spitze.

 

Wenn man die Anreise am Freitag plant und ├╝ber Frankreich f├Ąhrt, eine ├ťbernachtung an einem kleinen Hafen an einem der vielen Kan├Ąle vorsieht, wird sogar so etwas wie ein kleiner Urlaub daraus.

Und genau so haben wir es dann umgesetzt.

Die Fahrt bis nach Karlsruhe war etwas z├Ąh, mit Staus im Baustellenbereich, aber ab Frankreich war ein sehr entspanntes Fahren, weitab von den vielen Staus m├Âglich.

An einem kleinen, idyllischen Stellplatz (2 Wohnmobile maximal!)

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richteten wir uns f├╝r die Nacht ein und ein Spaziergang im Sonnenschein sorgte f├╝r das erhoffte Urlaubsgef├╝hl.

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Am Samstag morgen hatten wir nur noch eine Stunde Fahrtzeit durchzustehen und kamen rechtzeitig an, um einem St├╝ck Kuchen unsere ungeteilte Aufmerksamkeit zu widmen. Die wenigen Bilder des Trainings stammen ebenfalls vom Samstag morgen.

Der Trainingsplan las sich anspruchsvoll,  von 12:15 bis 18:00 Uhr galt es drei Trainingseinheiten von je 75 Minuten zu absolvieren. Und wie sich dann herausstellte, bekamen wir - weil wir so gut waren(?) - jedes mal noch einige Minuten umsonst dazu!

 

 

Samstag: Kumite mit Kr├╝ger Sensei

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Meister Kr├╝ger erkl├Ąrte uns gleich am Anfang, was sein Trainigsziel des Osterlehrganges ist:
ÔÇ×Ihr sollt fr├╝h erkennen, dass ein Angriff kommt und euch rechtzeitig in die richtige Position f├╝r Block und Konter bringen, dabei ist das Erkennen des Angriffs (welche Technik), die richtige Distanz und ein sicherer Stand wichtig.“
 Dieses Ziel wurde in einzelne Etappen zerlegt und ge├╝bt.

An dieser Stelle muss ich meiner Begeisterung ├╝ber das planvolle und aufeinander aufbauende Training von Detlef Kr├╝ger Ausdruck geben. Da wirkte nichts zwischendurch erfunden, was dann erfahrungsgem├Ą├č oft nicht funktioniert und eher verwirrt als nutzt, sondern es waren durchdachte Bausteine, die zum Schluss nahtlos aufeinander passten.

 

Baustein Nummer 1:

Als erstes ├╝bten wir einen schnellen Richtungswechsel um 90 Grad durch ÔÇ×Umspringen“, allerdings sollte nicht gesprungen werden, sondern beide Beine gleichzeitig einen Gleitschritt ausf├╝hren.
Man kann sich vorstellen, aus Migi Zenkutsu Dachi auf  beiden Fu├čballen gleichzeitig 90 Grad nach links abzudrehen, als Resultat ergibt sich in etwa ein Hidari Zenkutsu Dachi.
Das Problem dabei ist, das sich das Verh├Ąltnis von Standl├Ąnge zu Standbreite von 2:1 umkehrt zu einem Verh├Ąlnis von 1:2, man steht also zu kurz und zu breit, deshalb der ÔÇ×H├╝pfer“ mit Gleitschritt.
Nach vollzogenem Richtungswechsel wurde die ├ťbung durch Block (Te Nagashi Uke) und Konter (Gyaku Zuki) erweitert, also Richtungswechsel, Block mit Okuri Ashi r├╝ckw├Ąrts und Okuri Ashi mit Gyaku Zuki vorw├Ąrts.
Nach dem Richtungswechsel wurde eine kleine Pause eingebaut, um sozusagen auf den Angriff zu warten. Sp├Ąter wurde die ├ťbung durch eine zweite Variante erweitert, das Warten auf den Angriff entfiel, so dass der Okuri Ashi unmittelbar nach dem Richtungswechsel auszuf├╝hren war.

 

Baustein Nummer 2:

Der einge├╝bte Bewegungsablauf wurde nun durch Partnertraining realistischer gestaltet. Dazu wurden Dreiergruppen gebildet, der Verteidiger in der Mitte, ihm gegen├╝ber der erste Angreifer und seitlich von ihm der zweite Angreifer.
Zu Beginn hatte der Verteidiger das Kommando, er war der Impulsgeber, indem er durch den schon bekannten schnellen Richtungswechsel sich dem seitlichen Angreifer  zuwandte, darauf folgte der Angriff (Kizami Zuki), Block und Konter wie vorher gelernt.
Um nicht in den metronomartigen Trott von Richtungswechsel - Block - Konter zu verfallen, sollte der Angreifer mit dem Timing variieren, also sofort nach dem ÔÇ×Impuls“ angreifen oder noch etwas warten. Da kam es dann schon des ├Âfteren vor, dass der Block schneller als der Angriff war.
Als Abschluss wurde es ein klein wenig stressiger, denn der Impuls zur Aktion kam vom Angreifer in Form eines Ki-Ai, dies war die Aufforderung zum Richtungswechsel des Verteidigers, der Rest der Aktion blieb gleich.

 

 

Samstag: Kumite mit K├Ârner Sensei

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Meister K├Ârner kann man ganz sicher als Karate-Urgestein betiteln und dazu passt auch seine kurze Erkl├Ąrung zu Beginn der ├ťbungsstunde, in der er auch seine Vorstellung von Karate erl├Ąuterte:

ÔÇ×Es gibt verschiedene Vorstellungen von Karate, ich toleriere sie alle, aber mein Karate ist das Ippon-Karate!
Und das ist auch schon alles. Meiner Meinung ist eine Unterscheidung in Kampf-Karate, Wettkampf-Karate und was es sonst noch so gibt nicht richtig, es gibt nur - Karate.“

Er betonte dann noch (und sp├Ąter immer wieder), dass zum Ippon-Karate unbedingt Kime bei jeder Technik geh├Ârt und dass Kime nur durch Lockerheit w├Ąhrend der Ausf├╝hrung und erst am Ende einer Technik durch St├Ąrke erzielt werden kann.

Das ├ťben dieses Wechselspiels von Lockerheit und St├Ąrke zog sich als roter Faden durch sein Training.

Zum Warmwerden begann die Stunde mit Randori, locker aber immer schneller werdend, eine willkommene Abwechslung zu Hampelm├Ąnnern.

Gut vorgegl├╝ht ├╝bten wir anschlie├čend das Vorgehen im Wechsel von Okuri Ashi (sp├Ąter mit Kizami Zuki) und Yori Ashi (sp├Ąter mit Gyaku Zuki), im R├╝ckw├Ąrtsgang kehrte sich das dann um zu Yori Ashi / Gyaku Zuki und Okuri Ashi / Kizami Zuki.

Das R├╝ckw├Ąrtsgehen dieser Art f├╝hlte sich derart fremd an, entsprechend wenig fl├╝ssig waren die Bewegungen und Hans K├Ârner meinte anschlie├čend:
ÔÇ×Ihr seht, sobald man von den bekannten Abl├Ąufen etwas abweicht, f├╝hlt man sich wieder als Gelbgurt.“
Beendet wurde die Trainingseinheit durch Partner├╝bungen, wie zum Beispiel:
Beide Partner Migi Mae Geri, absetzen nach hinten, danach f├╝hrt ein Partner einen zweiten Migi Mae Geri aus, diesmal mit Absetzen vorne, der andere Partner macht einen Suri Ashi zur├╝ck und blockt mit Nagashi Uke und kontert mit demselben Arm mit Uraken.

 

Samstag: Bunkai  mit Chees Sensei

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Das n├Ąchste Training bildete eine willkommene Abwechslung, welche diesmal besonders die kleinen grauen Zellen forderte. Auf seine unnachahmliche Art lernten wir bei Meister Chees eine Bunkai zur Heian Shodan.

Dazu wurden Dreiergruppen gebildet, ein Verteidiger (Kata) und zwei Angreifer.
Es war nicht jedermann sofort ersichtlich, dass es sich bei der Kata um die Heian Shodan handelte, dies hat Julian Chees erst am Schluss verraten.
Der Grund war, dass die Drehungen nicht in den Gegner hinein, sondern von diesem weg, ├╝ber den R├╝cken ausgef├╝hrt wurden. So wurde zum Beispiel die ├ťbung damit begonnen, dass der rechte Fu├č nach vorn gesetzt wurde und nach einer Drehung auf beiden Fersen nach links hinten der Gedan Barai ausgef├╝hrt wurde, gefolgt von einem Mae Te Zuki, danach wurde der hintere rechte Fu├č nach links versetzt und eine Drehung um 180 Grad mit Gedan Barai durchgef├╝hrt.

Die gelernte Bunkai Sequenz war phantasievoll und komplex, diese hier wiederzugeben w├Ąre zuviel verlangt, das muss man selbst sehen, oder noch besser, selbst ├╝ben.

 

Samstag Abend

Damit war der erste, wirklich gute Trainingstag auch schon vor├╝ber und wir bekamen die Adresse eines italienisches Restaurants f├╝r das gemeinsame Abendessen mitgeteilt. Dieses Restaurant sah sich mit der Aufgabe konfrontiert, eine Horde hungriger und durstiger Krieger zufrieden zu stellen.

Es lag im Zentrum von Saarbr├╝cken und so begab es sich, dass sich einzelne Gruppen von ihrem jeweiligen ├ťbernachtungsort aus, mit GPS Ger├Ąten ausger├╝stet, auf einen Sternmarsch in Richtung Stadtzentrum aufmachten.

Dass Essen war gut, aber meiner Meinung nach f├╝r den Preis zu wenig, oder eben f├╝r die Gr├Â├če der Portionen zu teuer.
Daf├╝r gab es die gute Stimmung umsonst, und das auch noch reichlich.

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Und Karin l├Ąsst ausrichten: Ahmet, herzlichen Dank f├╝r die Rose!

 

Nach dem Marsch zur├╝ck fanden die Beine endlich ihre wohl verdiente Ruhe.

 

 

Sonntag: Kumite mit Kr├╝ger Sensei

Das Training kn├╝pfte nahtlos an jenes vom Samstag an.

 

Baustein Nummer 3:

Als n├Ąchste Stufe wurde der Angriff variiert, es durfte wahlweise, ohne Ansage, Kizami Zuki oder Oi Zuki Jodan zum Einsatz kommen.
Die Schwierigkeit wurde immer weiter gesteigert, indem zum Beispiel die Reaktionszeiten f├╝r den Verteidiger immer weiter gek├╝rzt wurden. Sofort nach dem Ki-Ai des Angreifers musste der Verteidiger die Wendung vollziehen, der Angriff selbst (einer von zwei m├Âglichen) durfte unmittelbar nach der Wendung des Verteidigers durchgef├╝hrt werden.

 

Sonntag: Bunkai  mit Chees Sensei

Chees Sensei bereicherte den Sonntag mit dem Lehren einer anspruchsvollen Bunkai zur Kata Nijushiho. Sehr zu meiner Freude, schlie├člich ist Bunkai meine Lieblingsdisziplin, Karate als Kampf unter Einbeziehung des gesamten Schatzes an Techniken.

 

Sonntag: Kumite mit K├Ârner Sensei

Auch Meister K├Ârner machte in seiner zweiten Trainingseinheit dort weiter, wo er gestern aufgeh├Ârt hatte. Nach etwas Wiederholung zum Wieder-Hineinfinden wurde die zu ├╝benden Techniken immer komplizierter. Die letzte ├ťbung, die mir im Ged├Ąchtnis blieb, verlief so:
Beide Partner Mae Geri, hinten absetzen.
Danach beide Partner Mawashi Geri, der Verteidiger (r├╝ckw├Ąrts laufend) setzt hinten ab, der Angreifer setzt so knapp wie m├Âglich vorn ab und greift erneut mit Ushiro Geri gefolgt von Uraken an, der Verteidiger gleitet zur├╝ck und versucht dem Uraken mit einem Gyaku Zuki zuvor zu kommen.

Dieser letzte Stunde des Sonntags-Trainings war ideal dazu geeignet, die letzten Kraftreserven zu mobilisieren um sich daf├╝r dann, sp├Ąter am Abend, rundum erschlagen aber so richtig gut zu f├╝hlen.

 

Sonntag Abend

Am Sonntag sollte es in ein anderes Restaurant gehen, wir (Karin und ich) machten den Fehler, uns nicht die Adresse zu merken, sondern nur, dass es direkt neben dem Hotel Ibis sein sollte.
Rechtzeitig verlie├čen wir das Wohnmobil, das Navi damit beauftragt, uns zum Hotel zu leiten. Die Wegstrecke war mit 2 km den strapazierten Beinen durchaus noch zuzumuten.

Am Hotel angekommen gab es lange Gesichter, kein mexikanisches Reastaurant weit und breit, daf├╝r die Information eines Hotelangestellten, dass es nicht nur ein Ibis Hotel in Saarbr├╝cken g├Ąbe. Tja - wir Landeier!
Also nochmals per Navi recherchiert, das Ziel eingegeben unsd wieder los marschiert, langsam mit hei├čen Fu├čsohlen.
Nach alles in allem einer Stunde strammen Marschierens waren wir am Ziel, gem├Ą├č der Philosophie von Julian Chees, sich immer um ein Plus zu bem├╝hen!

Das mexikanisches Restaurant, an welches diesmal die Rolle des Marketenders vergeben wurde, war ein Volltreffer. Wir wurden zwei Treppen tief in den Keller verfrachtet, so mussten wir uns keine Sorgen machen, andere G├Ąste, die ein beschauliches Essen zu zweit vorzogen, ├╝ber Geb├╝hr zu bel├Ąstigen.
Die Bedienung war ungewohnt aufmerksam, das Essen kam schnell und nahezu gleichzeitig und war sehr schmackhaft. Es bleibt einzig die Frage offen, wer mehr schwitzen musste, das Personal beim Schleppen der Teller (oder waren es Platten?), oder wir, die wir die Teller r├Ąumen durften.

Nach dem Essen kam die Zeit der Dankesreden. Ahmet bedankte sich besonders f├╝r das Engagement der Trainer, was allgemeinen Beifall fand, aber er fand auch kritische Worte der Tatsache wegen, dass es nicht gelungen war, mehr Karateka aus der n├Ąheren Umgebung zu mobilisieren, das wird die Aufgabe f├╝r den n├Ąchsten Osterlehrgang sein.

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Auch Meister K├Ârner hielt eine kurze Ansprache, in der er jeden einzelnen aufforderte, im Karate nicht zu versuchen andere zu kopieren, sondern jeder einzelne muss - im Rahmen nat├╝rlich - sein eigenes Karate finden.

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Er trieb es auf die Spitze, indem er mit einem Augenzwinkern meinte:

“Wir drei sind sowieso einmalig!”

 

 

Montag:

Sonderservice am Montag Morgen: R├╝hrei mit Schinken!

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Im Einverst├Ąndnis mit den Teilnehmern wurde beschlossen, die beiden noch ausstehenden Trainingseinheiten zu einer etwas l├Ąngeren Einheit zusammen zu legen, das erm├Âglicht eine etwas fr├╝here Heimreise. F├╝r das Ende der Osterfeiertage sicher eine gute Entscheidung.

 

Montag: Kumite mit Kr├╝ger Sensei

Detlef Kr├╝ger baute sein Training konsequent aus.

 

Baustein Nummer 4:

Zum Einstimmen gab es einige Runden Jiyu Ippon Kumite.

Im Anschluss daran zeigte uns Meister Kr├╝ger verschiedene Varianten des Ausweichens, unterteilt in Tai Sabaki und Suri Ashi.
Hierbei war ihm besonders wichtig, dass wir uns sofort bewegen und nicht vorher unn├Âtige kleine Schritte einbauen, wie zum Beispiel den vorderen Fu├č ein kleines St├╝ck zur├╝ck zu ziehen, bevor man sich mit diesem Fu├č abst├Â├čt, um aus dem Gefahrenbereich zu kommen. Es sind diese Kleinigkeiten, die man sich angew├Âhnt hat, welche sich nur schwer wieder abgew├Âhnen lassen.

Da kann jeder gl├╝cklich sein, wenn er Trainer hat die nicht m├╝de werden, solche Fehler immer wieder zu korrigieren.

Und das Schwierigste hat sich Meister Kr├╝ger bis zum Schluss aufgehoben.
Der Angreifer durfte zwischen Oi Zuki und Gyaku Zuki w├Ąhlen, wichtig war, dass er nach dem Angriff die Arme wieder in Verteidigungsposition brachte.
Der Verteidiger sollte seitlich ausweichen, mit richtiger Distanz, richtiger Ausrichtung zum Angreifer und festem Stand ohne zu korrigieren, und dann zwei mal mit derselben Technik (demselben Arm) kontern.

Die Techniken mussten gleich und dadurch vergleichbar sein, denn das Lernziel  war, die eigene Technik bez├╝glich ihrer Qualit├Ąt einzusch├Ątzen und die zweite Technik mindestens so gut wie die erste auszuf├╝hren.
War die erste Technik gelungen, zum Beispiel ein Jodan Zuki, sollte die zweite Technik ebenfalls Jodan sein.
War die erste Technik nicht so gut (falsche Distanz, Schlag in die Deckung), konnte die Distanz korrigiert oder das Ziel ausgewechselt werden.

Demnach war nicht erlaubt:

  • Erste Technik gut, zweite Technik weniger gut
  • Erste Technik schlecht und zweite Technik schlecht.

Um den Fokus einmal mehr auf die erste Technik und einmal mehr auf die zweite zu legen, wurden entsprechend Ki-Ai eingebaut.

Und der H├Âhepunkt: Es durfte nur noch einmal gekontert werden, daf├╝r aber sollte der Ki-Ai vor der zweiten Technik kommen, sozusagen als Kunstpause f├╝r den kurzen Augenblick, um das richtige Ziel in’s  Auge zu fassen.

Wer es nicht versucht hat, mag es nicht glauben, entweder war der Ki-Ai mit dem Block oder aber mit dem Konter synchron. Das bewog Meister Kr├╝ger dazu, sich hinzustellen, einen Ki-Ai auszusto├čen und zu bemerken:

“Ich habe eben den Selbstversuch ├╝berlebt und doch, es geht schon!”

 

So ging auch das letzte Training dieses ├Ąu├čerst interessanten Lehrganges zu Ende. Ich war m├╝de, mit blauen Flecken reichlich versorgt, aber tief zufrieden.

Ein aufrichtiges Dankesch├Ân an alle Beteiligten, diesmal besonders auch an die Otagai, denn Kumite und Bunkai gelingen nur in Kooperation, und es hat nur Spa├č gemacht!

 

 

Abreise

F├╝r die Heimfahrt wurden wir mit einem Baguette beschenkt, welches wir auf halber Strecke, noch in Frankreich, zu Sandwiches verarbeiteten, so endete  das erlebnisreiche Osterwochenende wie es angefangen hatte, mit dem Gef├╝hl Urlaub zu machen und einer weiteren Heimfahrt auf der staugeplagten A8.

Oss!
G├╝nther


Weitere Bilder

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