Pragreise

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Ausflug des SKD Calw nach Prag

vom 1. bis zum 3. Mai 2015






Die Planung

Bereits Ende 2014 begann beim SKD Calw die Planung für einen gemeinsamen Ausflug im Mai 2015 – und ich freute mich sehr, dass man sich diese Mal für Prag entschieden hatte.



Meine Erwartung

Da kamen sofort viele Erinnerungen auf, ich war bereits einmal dorthin gereist, 1980! Damals ging es für 6 Tage nach Prag, mit meiner damaligen 12. Klassenstufe.
Sofort suchte ich meine Fotos von damals heraus – die waren allerdings inzwischen farblich schon sehr verblasst – oder war damals wirklich alles so einheitlich grau-braun? Ich war wirklich sehr gespannt, wie Prag 35 Jahre später aussieht und ob ich noch das ein oder andere wiedererkennen würde.



Die Reise

Am 01.05. ging es also statt auf eine traditionelle Maiwanderung per Bus nach Prag.
Morgens um 06:00 trafen sich ca. 30 Reiselustige in Althengstett

Die ersten Wenigen ...





... und unser nigelnagelneuer Bus!





Unser Vorstand, Michael, überprüft, ob auch alle Reisewilligen an Bord sind.





Um die frühe Zeit hätte man meinen sollen, dass die Passagiere noch müde und deshalb schweigsam sind, aber Günther hatte 3 Tassen Kaffee intus, und so war er derart hempelig, dass er seine leidgeplagte Umgebung mit Geschnatter aller Art versorgte.
Kein Wunder war die Freude groß, als wir endlich seinem Redeschwall in einer Raststätte entfliehen konnten.





Modeschau à la Karateka, Erika in Aktion!








Nach einer angenehmen und kurzweiligen Fahrt erreichten wir gegen 13:00 unser Hotel. Es wurde zügig eingecheckt, die Zimmer waren schon gebucht, wir mussten nur noch unsere Zimmerschlüssel abholen und schon ging es los,





zur nahen U-Bahn Station (Chodov), um die rote Linie bis zur Station "Muzeum" zu nehmen.













Ein Blick zurück zum Hotel.























Nach wenigen Minuten war das Einkaufszentrum und somit der Zugang zur U-Bahn Station erreicht.





Der Flughafen in Denver lässt grüßen.





Die Eingangstreppe bot sich für die erste Gruppenaufnahme geradezu an.





Der Stadplan der Altstadt, des ersten Teils der Moldauschleife sowie der Kleinseite (Hradschin) wurde auf der Chipkarte der Knipse hinterlegt, für alle Fälle, sozusagen.





Unser Fahrtziel, "Muzeum", führte uns zum Nationalmuseum am oberen Ende des Wenzelplatzes.





Ein erster Spaziergang führte uns den Wenzelsplatz hinunter zum Altstädter Ring, und schon hier wurde mir klar, wie sehr sich die Stadt seit 1980 verändert hatte, das grau-braun der kommunistischen Zeit war durch frische Anstriche ersetzt worden und viele Gebäude wunderbar restauriert worden. Auch wurden viele Bereiche zu Fußgängerzonen erklärt, keine Spur mehr von Skoda, Trabi und Co. vor dem Rathaus! Diese hätten allerdings auch wirklich keinen Platz mehr gefunden, denn es waren unglaubliche Menschenmengen unterwegs.










Da ich mich für den Jugendstil besonders begeistere, hat Günther den Auftrag bekommen, möglichst viele Details aufzunehmen, wie hier das Geländer, ...






... welches die Fassade des "GRAND HOTEL EUROPA" ziert.





Selbst die schmalste Lücke wurde durch Häuser mit herrlichen Fassaden ausgefüllt.









Nein, diese Seifenblase schwebt nicht knapp vor dem Objektiv, sondern ca. 5m davon entfernt. Sie hatte einen Durchmesser von gut einem Meter!





Die Pferdekutschen passen herrlich in das Stadtbild.













Zeit für die Mittagspause.
Im "Staromestska Restaurace" am Altstädter Ring gab es äusserst schmackhafte böhmische Küche und Bier in allen Variationen.









Nach der Pause stürzten wir uns wieder in das Getümmel, welches am Zugang zur Karlsbrücke schon ziemlich heftig wurde. Das Rott´sche Haus wurde irgendwann nach dem Fall des Kommunismus in ein Hard Rock Café umfunktioniert, glücklicherweise blieb die Fassade dabei unverändert.








In der Karlova





Das Tor zur Karlsbrücke





Die Wolken konnten sich das Pieseln nicht weiter verkneifen, aber gut beschirmt ist das kein Nachteil, im Gegenteil, das Gedränge nahm ein klein wenig ab, da der eine oder andere es vorzog, dem Regen zu entfliehen.





























Erika wollte an einer Bootsfahrt auf der Moldau teilnehmen, uns brauchte sie zum Mitfahren nicht lange überreden.
Die Karten hatten wir schon gekauft und die Abfahrt des Schiffes stand kurz bevor, besser hätte das Timing gar nicht sein können, schlugen wir dem Regen doch auf diese Weise ein Schnippchen, indem wir im Trockenen sitzend, bei Kaffee oder heißer Schokolade die Fahrt auf der Moldau genaßen.

Hier geht's lang.

















Nach der kleine Faulenzer-Einlage ging es erneut auf Schuster's Rappen voran.
Und wieder war es eine Treppe, die zum Gruppenbild einlud.





Hier bekamen wir freundliche Unterstützung im Lustig sein. Die Lebensfreude spontan zu zeigen scheint nicht eine der Deutschen Lieblingsbeschäftigungen zu sein.





Der Wiederaufstieg auf die Karlsbrücke.









So verging der Tag, unsere Gruppe teilte sich auf, um das eine oder andere noch anzusehen, sich auszuruhen oder nach einer dem persönlichen Geschmack entsprechenden Gaststätte zu suchen.

Unsere kleine Gruppe hatte dabei ein ganz klein wenig Pech mit der Bedienung, wir mussten lange auf das bestellte Essen warten, aber auch das hatte seine Vorteile, denn als wir die Gaststätte verließen, war es schon richtig dunkel geworden und Prag bot sich uns im bezaubernden Abendkleid dar.
Wie das Kleid der Königin der Nacht, dachte ich, aber dann müsste es ja Wien sein.














Der 2. Tag

Was verbindet diese beiden passablen Vertreter des männlichen Geschlechtes?





Ja, auch das Karate, aber das meine ich nicht.





Genau - die Hutmarke!









Der zweite Tag der Reise startete mit einer Busfahrt zur Prager Burg und Hradschin auf der Kleinseite, dabei begleitete uns Judith, eine Reisleiterin, die uns mit vielerlei Informationen versorgte.

Impressionen der Führung durch die Prager Burg und den Hradschin.

























Und da tauchte es plötzlich auf, das Palais Schwarzenberg, mir wohlbekannt von meinen alten Fotos!





















Ein kurzer Zwischenstopp mit Verkostung von Trdelnik, einem Hefegebäck auf Stangen gewickelt gebacken und in Zimt, Zucker und Nüssen gewälzt - lecker!!!



Der Weg vom Hradschin zurück zum Altstädter Ring über die Karlsbrücke und durch das jüdische Viertel war gespickt mit Highlights und Sehenswürdigkeiten.






Die Deutsche Botschaft









Das westliche Ende der Karlsbrücke






Leo, der geborene Jugendbetreuer.













Jan Palach (* 11. August 1948 in Mělník; † 19. Januar 1969 in Prag) war ein tschechoslowakischer Student, der sich aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings und gegen das Diktat der Sowjetunion selbst verbrannte.




Im jüdischen Viertel - Jugendstil vom Feinsten!









Kurz vor der Prozession der Apostel an der astronomischen Uhr um 12:00 verabschiedete sich Judith von uns beim Rathaus auf dem Altstädter Ring, der restliche Tag stand zur freien Verfügung.






































Pause mit Sonnenbad im Palais Schwarzenberg





Auf diesem Bild im Seitenlicht lässt sich gut erkennen, dass die filigranen Strukturen der Fassade nicht nur gemalt, sondern als Sgraffito ausgearbeitet sind.










Das Spiel mit dem Gegenlicht.




















Auch das goldene Gässchen stand natürlich auf dem Programm, schon alleine zum Zwecke des Vergleichs zu 1980. Es hat sich wirklich kaum verändert, nur ein wenig aufgehübscht.













Auf dem Rückweg von der Burg zur Altstadt zauberte die Sonne plötzlich strahlende Fassaden






Der 3. Tag

Auch am dritten und letzten Tag wurden wir komfortabel per Bus in die Innenstadt kutschiert, Ausstieg war am Hauptbahnhof, von wo wir um 13:00 auch die Heimreise antreten wollten. Wieder konnte die Stadt ganz individuell in kleinen Gruppen erkundet werden.










Die Jerusalem-Synagoge





Obecni Dum - das Gemeindehaus - noch ein Jugendstil-Juwel!













Zeitgleich fand der Prag-Marathon statt, so war wieder viel Leben in der Innenstadt. Unsere kleine Gruppe wählte deshalb Wege und Ziele abseits der Touristenströme, unter anderem wanderten wir durch den Park am Letná-Hügel und genossen die schöne Aussicht auf die Altstadt bei herrlichstem Wetter und begleitet von Fliederduft. Ein wirklich schöner Abschluß dieser wunderbaren Reise.




Das Metronom auf dem Letna-Hügel









Der Waldstein-Garten - eine Oase der Ruhe, die man durch einen unauffälligen Zugang betritt und so dem Lärm der Stadt entflieht.

















Die letzte Fahrt führte uns mit der grünen Linie von "Malostranska" zurück zu "Muzeum", von wo aus wir zu Fuß den Bus beim Hauptbahnhof in wenigen Minuten erreichten.





Alle Mitreisenden waren pünktlich am Bus - keiner musste die angedrohten 10 Liegestützen je Verspätungs-Minute absolvieren (manch einer schrammte allerdings mit einer Ankunft um 13:00:59 sehr knapp daran vorbei :-) - gell Wolfgang)

Und nun möchte ich mit den Worten unseres 1. Vorstandes Michael bei der Rückkehr in Althengstett schließen: "Schee war´s!!!"

Oss!
Karin