Ochi Shihan Saarbrücken

Ochi Shihan in Saarbrücken

am 29.11.2014


Manchmal sind es ganz profane Nebensächlichkeiten, die unsere Entscheidungen wesentlich beeinflussen.

Einer dieser heimlichen Weichensteller war der Umstand, dass unser Womo nicht besonders wintertauglich ist und deshalb über die Monate Dezember bis Februar nicht versichert ist (Saisonkennzeichen).
So ist der letzte mit dem Womo nutzbare Monat der November, und da ich vorhatte, mich noch in diesem Jahr der Prüfung zum ersten Dan zu stellen, dies möglichst am Ende des Jahres und der Lehrgang mit dem Womo besucht werden sollte, fiel die Wahl auf den Lehrgang mit Shihan Ochi in Saarbrücken am 29 November.

Nachdem ich von unserem Sensei Günter Hörsch die Einwilligung zur Dan-Prüfung bekam, standen viele der verbliebenen Trainingseinheiten im Zeichen der kommenden Prüfung, es wurde hier und da gefeilt (Danke für die vielen Korrekturen!), die Katas nochmals und nochmals durchgegangen, so dass sich ein Gefühl der Sicherheit einstellte.

Ich bin der Meinung, das sollte eigentlich genügen.
Um die Dan-Prüfung zu bestehen trainiert man jahrelang und nicht nur die letzten Monate.

So fuhren wir am Abend vor dem Lehrgang los, mehr (Karin) oder weniger (Günther) aufgeregt, bis knapp eine Fahrstunde vor Saarbrücken und übernachteten auf einem ruhigen Friedhofsparkplatz.

Kurz vor dem Einschlafen dachte ich dann so für mich: “Wenn morgen früh als erstes die Prüfung an der Reihe wäre, könnte ich jetzt schon ein wenig die Krise bekommen. Aber die zwei Einheiten davor, unter den wachen Augen von Ochi Shihan, sind auch schon ein Teil der Prüfung, und die Prüfung selbst ist ähnlich einer dritten Einheit. Man ist dann warm, hat über den Tag hinweg alles nochmals geübt, das beruhigt.”




Am Samstag trafen wir uns mit Vereinskollegen, als ersten möchte ich hier unseren Vorstand Michael Pfäffle nennen, der sich den Stress mit mir teilte, indem er sich ebenfalls zur Prüfung angemeldet hatte, allerdings zur Prüfung zum zweiten Dan!

Mit ihm kamen unser Cheftrainer Günter Hörsch sowie Matthias Hanselmann. Diese beiden zeigten sich mit uns Prüflingen solidarisch, indem sie genauso schwitzen und sich mit den ausgefuchsten Kombinationen von Ochi Shihan auseinander setzten.

(Auch Ende November kann man schwitzen)




Der Tag verlief wie gewohnt. Wir schauten der Unterstufe beim Training zu und ich nutze die Gelegenheit zum Photographieren.

Ochi Shihan hat ein Herz für Kinder. Ein junger Karateka, vor eine schwierige Aufgabe gestellt ....




... wurde vom Meister ermutigt ...




... und hat sich danach ganz wacker geschlagen.




Als ich dann selbst in der Halle stand, verging die Zeit so schnell wie selten.

Ganz unverhofft endete der eigentliche Lehrgang und wir durften zur Prüfung antreten.
Und noch unverhoffter war plötzlich alles vorbei.

Danach kam das lange Warten, bis die Prüflinge zum zweiten Dan ihre Prüfung absolvierten und die Urkunden (für hoffentlich alle) ausgestellt waren.


Endlich!
Ochi Shihan am Richtertisch, neben ihm der Dôjôleiter Ahmet Sönmez des Karate Dôjô Mandelbachtal.




Unter Applaus nahmen alle Prüflinge ihre Urkunde zur bestandenen Prüfung entgegen.







Die Vereinskollegen kamen nicht mit leeren Händen.




Danke!

Und ein ganz dickes Dankeschön an Karin, die unerwartet mich nicht nur zu meiner ersten Trainingsstunde des Anfängerkurses begleitete, sondern seitdem mit einer unverwüstlichen Ausdauer dem Karate treu geblieben und mir mehr als einmal eine starke Motivationshilfe gewesen ist.

Oss!



Günther



Weitere Bilder




























































Michael nimmt die Urkunde zum zweiten Dan entgegen.














Und was meint mein Sensei dazu?
Da geht’s lang.
Nach der Prüfung ist vor der Prüfung!