Julian Chees Donaueschingen

Julian Chees in Donaueschingen

am 31.01.2015



Prolog

Als wir am Freitag Abend vom Training nach hause fuhren, waren Frau Holle und alle ihre Helferlein dabei, alle Rekorde im Ausschütteln von Ferderbetten zu brechen.
Wenn wir für das kommende Wochenende zum Skifahren hätten wollen, wären uns die heftigen Schneefälle mehr als willkommen gewesen, aber ...

Das Aber bedarf ein wenig der Erklärung.

Dieses mal hat unser Bestreben, mittels unserer Webseite und dem Mitfahrservice Absprachen zur Teilnahme an Lehrgängen zu organisieren gut funktioniert, im Laufe des Freitages hat sich noch Benny gemeldet und es wurde vereinbart, dass er mit Karin und mir mitfährt.

Matze wollte selbst fahren. Im Training erklärte er mir, dass sein Auto Probleme mache und ob er mit uns mitfahren könne, zu Julian Sensei, nach Donaueschingen.
Gut - abgemacht.

Das Problem(chen) war dabei nur, Bela trainiert in der Unterstufe, das hieß, wir mussten am Samstag früher als geplant losfahren, und nun kam noch dieser heftige Schneefall dazu.



Ankunft

Am Samstag morgen strahlte die Sonne, der Himmel war tiefblau und die Strassen frei und trocken.
Die reichlich eingeplante Reservezeit wurde nicht benötigt und so kam es, dass wir am Samstag die ersten Teilnehmer waren, die in Donaueschingen eintrafen.





Benny hatten wir schon eine lange Zeit nicht mehr gesprochen, entsprechend viel gab es nachzuholen.






Das erste Training





Chees Sensei eröffnete den Lehrgang pünktlich mit der ersten Trainingseinheit der Unterstufe.
In seiner besonderen Art begann er mit einem ausgetüftelten Aufwärmtraining, ganz langsam zuerst, fast spielerisch, und es wurde so gut wie kein Gelenk ausgelassen.





Schon beim Aufwärmen stellte Chees Sensei das Motto seiner Trainingseinheit vor:
"Auf eine Aktion des Partners folgt die eigene Reaktion".

Auf seine Frage, wem der Spruch "Äkdschn, Reäkdschn" zuzuordnen sei, war die richtige Antwort - Arnold Schwarzenegger.
Zu dumm, ich hatte fälschlicherweise auf Sir Isaac Newton getippt, aber dessen Axiom lautet "actio et reactio". So ändern sich die Zeiten.

Julian Chees forderte seinen Schülern einiges ab, besonders interessant fand ich eine Angriff-Block-Konter Sequenz, die nicht leicht "in den Griff" zu bekommen war.










Oberstufentraining

In der Oberstufe wurden zwei höhere Kata geübt und analysiert:
Gankaku und Ji´in.

Neben dem korrekten Ablauf und interessanter Bunkai versuchte Meister Chees uns ein Gefühl für den besonderen Rhythmus verschiedener Sequenzen der Kata zu vermitteln.
Diesen Teil des Lehrganges fand ich besonders interessant und es ist beeindruckend, wie sehr der Ausdruck einer Kata nur durch Variationen des Rhythmus verändert wird.

Meister Chees versteht es besonders, das wichtige Plus (102%) der Leistung aus seinen Schülern herauszuholen. Gepaart mit seiner großzügigen Auslegung der Zeitdauer einer Trainingseinheit (Danke für das Plus!) kommt man dabei ganz gut in's Schwitzen; aber so wollen wir es doch!

Da nach dem Training Prüfungen stattfanden, war Chees Sensei etwas unter Zeitdruck, trotzdem hat er sich die Zeit für Gruppenphotos genommen.






Epilog

Was ich an Meister Chees' Lehrgängen ebenso mag, sind seine griffigen Sprüche. Diesmal hat er seinen Schülern gleich zwei davon mitgegeben.

  • "Was unterscheidet einen Schwarzgurt von einem Weißgurt?"
    "Der Schwarzgurt hat früher mit dem Karate-Training begonnen!"

  • "Was ist überhaupt ein Schwarzgurt?"
    " Ein Schwarzgurt ist ein Weißgurt, der nicht aufgehört hat zu trainieren!"


Oss!
Günther



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