Jubiläum Neureut

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Ochi Shihan in Karlsruhe-Neureut

Martin Fischer 60er Geburtstag

1. Dan Karin


Bericht: Karin
Bilder: Günther







Prolog

Am Anfang des Monats November, bei Temperaturen, die manchem Sommer zur Ehre gereicht hätten, grübelten Günther und ich darüber, welcher Termin für meine Prüfung zum ersten Dan der Richtige sei.

Einem ganzen Bündel von Randbedingungen geschuldet, wählten wir das letzte Wochenende im November. Unser Sensei, Günter Hörsch, war der Meinung, auf eine Woche früher käme es auch nicht an, unter Einhaltung der 14-tägigen Anmeldefrist sei der Termin in Karlsruhe möglich, und Karlsruhe liegt näher als Saarbrücken.
Also wählten wir Karlsruhe, und das mit zwei lachenden Augen.

Seit vielen Jahren sind wir mit dem Karate-Verein in Neureut freundschaftlich verbunden, umso mehr tat es uns Leid, dass wir am diesjährigen Wildsau-Lehrgang nicht teilnehmen konnten. Zum selben Termin fand in Calw der Hesse-Cup unseres Vereins, des SKD Calw, statt.

Nun bot sich die Möglichkeit, sich der Dan-Prüfung zu stellen und in Neureut zu trainieren, verbunden mit der Freude, viele Bekannte wieder einmal zu treffen.
Martin Fischer, 1. Vorstand des 1. Shotokan Karate Club Neureut, hatte im Herbst einen runden Geburtstag gefeiert und sich gewünscht, im Jahr seines Jubiläums einen Lehrgang mit Ochi Shihan in Neureut auszurichten. Sein Wunsch wurde ihm vom Meister erfüllt, und das gab Martin Gelegenheit, im Anschluß an das Training Freibier (oder auch Alkoholfreies) für alle zu spendieren und allen anderen die Gelegenheit, das Glas auf ihn zu erheben.





Erstes Training der Unterstufe

Rechtzeitig angekommen nutzen wir die Möglichkeit, der Unterstufe beim Training zu zu schauen.





Am Ende dieses Lehrganges bot sich die Möglichkeit, Prüfungen zu Kyu- und Dan Graden abzulegen.

Es ist kein Geheimnis, dass die Prüfungen bei Ochi Shihan zum Großteil beim Training vor der eigentlichen Prüfung stattfinden. Entsprechend ist der Lehrgang aufgebaut; das volle Prüfungsprogramm mit Kihon, Kumite und Kata, mit vielen Wiederholungen und Partnerwechseln beim Kumite.
Und man glaubt gar nicht, zu welchen Höchstleistungen man fähig ist, wenn man den scharfen Blick des Großmeisters im Rücken spürt!

Entsprechend motiviert ging es richtig gut zur Sache.











Erstes Training der Oberstufe

Die Oberstufe war erfreulich zahlreich angetreten, zum Absitzen waren selbst 3 Reihen etwas zu eng.





Wie so oft durfte Alex das Aufwärmtraining leiten, manchmal rächt es sich eben, wenn man eine Sache zu gut macht.









In der Oberstufe verstand es der Großmeister wie gewohnt, auch den Kopf in das strapaziöse Training mit einzubeziehen.
So flocht er im Kihon, in die von Haus aus technisch recht anspruchsvollen Kombinationen aus den Prüfungsprogrammen zum 1. und 2. Dan, immer mal wieder kleine, abgewandelte Feinheiten mit ein. Wer nicht voll konzentriert war, sah sich bald dem lachenden Gesicht von Och Shihan gegenüber und kassierte den obligatorischen Klatsch auf die Stirn.

Im Kumite beschränkte sich Ochi Shihan dieses Mal ausschließlich auf Jyu Ippon Kumite, vermutlich auch, weil aufgrund der sehr vollen Halle ein Freikampf aller Teilnehmer nicht ohne weiteres möglich gewesen wäre.





Am Ende der Prüfungseinheit durften die Karatekas zeigen, wie gut sie mit den Kata der Heian Serie sowie der Bassai Dai klar kamen.






Mittagspause

In der Pause zwischen erster und zweiter Trainingseinheit wurden die Prüflinge von Ochi Shihan zusammengerufen und mit den Formalitäten – ausfüllen des Formulars und exakter Platzierung desselben im Ausweis - vertraut gemacht, um einen späteren reibungslosen Prüfungsablauf zu gewährleisten.









Zweites Training der Oberstufe

In der zweiten Trainingseinheit der Oberstufe wurden erneut Kihon, Jyu Ippon Kumite sowie alle Sentei Kata geübt, eine weitere gerne akzeptierte Prüfungsvorbereitung.









Wir Prüflinge gewannen weiter an Sicherheit und die Nervosität wurde etwas genommen. Da spielte es keine große Rolle, dass wir konditionell erheblich gefordert wurden, der Gedanke, jetzt und hier, das ist die Prüfung, mobilisierte zusätzliche Kräfte.







Die Prüfung

Und mitten drin, wie aus dem Nichts, war das Training zu Ende. Jetzt ging alles gefühlt sehr schnell, nur noch 30 Minuten bis zur Prüfung, jetzt wird es richtig ernst.

Die Zeit reichte gerade, den verschwitzten Gi gegen einen frischen auszuwechseln (Danke Günther, der war wirklich perfekt gebügelt), einen Schluck Wasser zu trinken und nochmals kräftig durchzuatmen.
Wir Prüflinge sammelten uns im hintersten Teil der Halle, unter Ausschluss der Öffentlichkeit.


(Und jetzt schweigt des Dichters Höflichkeit)


Dann war alles vorüber, die Zeit, welche noch benötigt wurde, um die Dokumente fertig zu stellen, wurde mit Randori, Laufen, Liegestützen, Bauchaufzüge und ähnlichen Kostbarkeiten überbrückt. Danke auch noch an Sven aus Pforzheim für die wunderbare „Gymnastik“ am Ende!

Ochi Shihan überreichte uns persönlich die Urkunden, 5 davon an neue Träger des 2. Dan , sowie 11 Urkunden an neue Träger des schwarzen Gürtels.

Ganz besonders habe ich mich darüber gefreut, dass Katja, aus dem Dojo "Ken Sei Kan" in Kaiserslautern, den mühseligen und langen Weg der Anreise per Bahn auf sich genommen hatte, um beim Training mit dabei zu sein und im Anschluss an die Prüfung mit uns zu feiern.





Sie war meine allererste Gratulantin (Günther war gerade dabei, den Sekt zu holen),
danke, Katja!





Hans Körner, DJKB Instructor und Stützpunktleiter Saar-Pfalz aus Pforzheim, war ebenfalls anwesend, um den Prüflingen aus seinem Dojo "Karate Zentrum Pforzheim" moralisch zur Seite zu stehen.

Als sozusagen unser Groß-Sensei (Sensei unseres Senseis) willigte er gerne ein,
sich für ein Bild zur Verfügung zu stellen.

Danke!






Der Ausklang

Nach Training, Prüfungen und Freigetränken, machte sich der Hunger immer breiter.

Bei einem gemütlichen Beisammensein in einem italienischen Restaurant, vom Wohnmobil auf dem Parkplatz der Trainigshalle zu Fuß leicht zu erreichen, fand der Tag einen geselligen Ausklang.


Danke an die Ausrichter für diesen schönen Lehrgang, und auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an den edlen Spender Martin – er lebe hoch!





Oss!
Karin







Weitere Bilder















































































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